Feuer machen in der Steinzeit 
Wann
der Mensch das Feuer er- oder
gefunden hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Die frühesten Befunde belegen,
dass unsere Vorfahren bereits 400.000
Jahre vor unserer Zeit die Kraft des Feuers nutzten. Ob sie dieses Feuer
aber selbständig entfacht oder "gefunden" und zu ihren Zwecken am
Leben gehalten haben, ist nicht festzustellen.
Archäologisch
fassbar sind die ältesten Spuren menschlichen Feuergebrauchs seit dem Altpaläolithikum.
In der chinesischen Chou-kou-tien Höhle unweit von Peking fanden
Wissenschaftler die allerfrühesten Spuren des menschlichen Feuergebrauchs,
meterdicke Ablagerungen aus Asche und verkohlten Holzstücken. Über ungeheuer
lange Zeiträume unterhielt hier in dieser Höhle der frühe Mensch von der
Art Homo erectus = aufrecht gehender Mensch, seine Lagerfeuer. Wir
wissen nicht mit letzter Sicherheit ob er ein reiner Feuernutzer oder schon
ein Feuererzeuger war, ein Feuerbewahrer war er allemal.
Die
Frage, ab wann es dem Menschen gelang, Feuer selbständig Feuer zu
entfachen, wird auch unter Forschern deshalb immer noch heftig diskutiert.
Viele gehen davon aus, dass dies dem Neandertaler vor 40.000 Jahren
sicher möglich war, andere Ansichten verschieben das Ereignis weiter in
unsere Vergangenheit.
Zwei
Methoden, das Feuerschlagen
oder das Erzeugen von Feuer durch Reibung,
kamen für den damaligen "homo sapiens" in Frage. Da Werkzeuge aus
Stein, etwa auch aus Feuersteinen, in dieser Zeit vorhanden und im alltäglichen
Gebrauch waren, geht man davon aus, dass das Feuerschlagen zuerst, quasi im
Alltag entdeckt wurde.
Die
ersten eindeutigen Hinweise, dass Menschen auch Feuer machten, sind
"nur" rund 15.000 Jahre alt. So alt sind nämlich Teile der ersten
"Feuerzeuge", die eindeutig als solche zu identifizieren sind.
Das
Feuer nahm in der Welt unserer Urahnen einen bedeutenden, oft auch mythischen
Platz ein. So finden wir es beispielsweise in der Prometheus-Sage als
Erkenntnisfeuer, die antiken Römer unterhielten im Vespa-Tempel ein
"ewiges Feuer" und auch die Germanen erzündeten Frühlingsfeuer als
Symbole der Fruchtbarkeit und zu Ehren
Ihres Gottes Wotan.
Das
Feuer wurde in der Antike bei Bedarf nicht immer neu entfacht, sondern ein
einmal brennendes Herdfeuer wurde
von den Hausbewohnern solang als möglich am Leben erhalten. War das eigene
Feuer erloschen, so ging man zum nächstgelegenen Nachbarn, um Feuer zu "entlehnen".
Eine Weigerung, dem Nachbarn oder auch einem "Feind" Feuer zu
entlehnen, wurde als deutlicher Affront gewertet und beispielsweise von Cicero
als Verletzung einer
Menschenpflicht
bezeichnet.
Andererseits war es in einigen Kulturen denkbar, Ausgestoßenen, als Zeichen
der gesellschaftlichen Verachtung, das Entlehnen des Feuers zu verweigern.
Jetzt verraten wir Euch, wie man in der Steinzeit Feuer machte:
ABER ACHTUNG:
Spiele niemals mit dem Feuer, einem Feuerzeug oder Zündhölzern,
wenn du alleine bist !!!!