Das Ende der Wanderschaft

Mammuts starben aus, und die Rentiere
zogen nach Norden. Nur noch Kleintiere blieben für die Jagd übrig. Die
Menschen begannen nun langsam, in den Jagdrevieren sesshaft zu werden. Von der
Jagd allein konnten die Menschen aber nicht Leben. Sie mussten nach neuen
Nahrungsmöglichkeiten suchen.
Vor etwa 10 000 Jahren änderte sich langsam die Lebensweise der Menschen.
Im Gegensatz zu den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit wurden die Bauern und
Bäuerinnen der Jungsteinzeit sesshaft.
Sie erkannten ,dass aus den Samen, die auf
den Boden fielen, neue Pflanzen entstanden. Die gleiche Erfahrung machten sie
bei den Abfallhaufen ihrer Lagerplätze. Auch dort keimten die Körner
wildwachsender Getreidearten und Halme sprossen empor.
Da sie Obst, Gemüse und Getreide anbauten und Tiere züchteten, war ihre
Nahrung gesichert. Sie mussten jetzt nicht mehr ständig den Tierherden
hinterher ziehen.
In der kalten Jahreszeit, wenn keine Früchte
und Samen mehr an den Pflanzen sind oder
der Boden schneebedeckt ist, dann können die Menschen von ihren Vorräten
leben. Sie sind nicht mehr von dem Zufallsglück (Jagd) abhängig und können
auch ein Herdentier schlachten. Mit der Vorratswirtschaft kann der Mensch auch
bei anderen Naturkatastrophen (Trockenheit) überleben.

Das Leben im Dorf
Das Leben in einem jungsteinzeitlichen Dorf ähnelt in immer mehr Dingen dem
heutigen Leben. Die Bauern lebten in Häusern aus Holz und
Lehm. Die Dächer
waren mit Stroh gedeckt. Rund um
die Häuser lagen lauter kleine Felder, auf denen hier bei uns in Europa
Getreide, Erbsen und Linsen wuchsen. Außerdem kannten sie in unserer Gegend
schon einige Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Pflaumen.
Für ihren Bedarf an Fleisch, Milch und Eiern züchteten die Bauern
Vieh. Es gab
Rinder, Schweine, Schafe und Hühner.
In
dieser Zeit lernten die Menschen Vorräte anzulegen, um das ganze Jahr über mit
allem versorgt zu sein.
Da es in einem Dorf sehr viele verschiedene Dinge zu tun gab, war es sinnvoll,
sich die Arbeit zu teilen. Neben der normalen Arbeit
als Bauer konnte jeder noch etwas besonders gut. Eine Familie des Dorfes konnte
vielleicht besonders gut töpfern, eine andere
konnte gut weben, und wieder eine andere kümmerte sich um die Werkzeuge der
Bauern. Die Menschen tauschten sich aus -
das war der Beginn des Handels.
In der Jungsteinzeit kam es zu so radikalen Änderungen in der Wirtschaftsweise,
dass man von der "Neolithischen Revolution" sprechen kann. Beschafften
sich die Menschen in der Alt- und Mittelsteinzeit ihre Nahrung in schweifender
Lebensweise als Jäger und Sammler - man spricht von aneignender
Nahrungsbeschaffung -, begannen sie in der Jungsteinzeit Ackerbau und Viehzucht
zu treiben. Sie gingen also zur produzierenden Wirtschaftsweise über. Die
Umwälzungen erfassten alle Lebensbereiche des Menschen. Der Mensch begann seine
Umwelt aktiv zu verändern, indem er den Wald für die Viehweide nutzte, und ihn
zur Gewinnung von Platz für seine Siedlungen und Äcker rodete. Die Viehhaltung
setzt die Zähmung und Züchtung von Haustieren voraus, durch den Ackerbau war
der Mensch an seine Äcker gebunden, begann Häuser zu bauen, Siedlungen
anzulegen und sesshaft zu werden. Mit dem Erlernen der Töpferei
war er in der
Lage, Gefäße zur Vorratshaltung und zum Kochen herzustellen. Seither sind die
Tongefäße eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale archäologischer
Kulturen. Darüber hinaus erfand man das Rad, begann Wolle
zu spinnen, zu weben und baute die ersten Wege.
Auch in der Steinverarbeitung kam es zu wichtigen Neuerungen. Da die
Holzverarbeitung einer der Hauptarbeitsbereiche gewesen sein musste, nimmt man
an, dass die meisten von ihnen zur Holzbearbeitung gedient haben. An
Getreidearten waren Weizen und Gerste bekannt, an Hülsenfrüchten Erbsen und
Bohnen, weiterhin Lein und Mohn. Als Haustiere sind Rind, Schwein, Ziege und
Schaf nachgewiesen.
Die
produzierende Lebensweise wurde zuerst vor ca. 10 000 Jahren im Vorderen Orient
und im Nildelta angewendet. Über Griechenland und den Balkan breitete sie sich
nach Norden und Nordwesten aus, bis sie um 5 500 v. Chr. nach Mitteleuropa
gelangte.
Im
Frühneolithikum (5 500 - 4 300 v. Chr.) sind die ersten Bauern in Niedersachsen
nachgewiesen. Sie bevorzugten fruchtbare Lössböden, so dass deren Verbreitung
bis ins nördliche Harzvorland und ins Leinetal die Ausbreitung der neuen
Wirtschaftsweise markiert. Nördlich dieser Grenze beschafften sich die Menschen
noch ca. 1 000 Jahre länger ihre Nahrung auf die alte, aneignende Lebensweise.
Die ersten Bauernkulturen werden nach der charakteristischen bandförmigen
Verzierung auf ihren Tongefäßen Linienbandkeramiker genannt.
Woher kamen die ersten Haustiere?
Das hat sich so ergeben. Mal ist ein junges, verirrtes Schäfchen
zugelaufen, mal haben die Männer bei der Jagd ein Kälbchen verschont und
mitgenommen. Die jungen Tiere haben sich an die Menschen gewöhnt und blieben
bei ihnen. Und irgendwann haben die Menschen bemerkt, wie bequem es doch ist,
wenn sie die Tiere, die sie zum Leben brauchen, in ihrer Nähe haben, anstatt
sie immer mühevoll jagen zu müssen.
Vom Wolf zum Hund
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Die Entwicklungsgeschichte des Hundes begann vor etwa 37 Millionen Jahren in Nordamerika. Das besondere Kennzeichen aller Caniden (Hundeartigen Raubtiere) trat hier zum ersten Mal auf: Die paarig angeordneten Reißzähne. Als Stammvater der heute noch lebenden Hundeartigen (Wölfe, Hyänen, Kojoten, Schakale, Füchse, Dingos, Rothunde und Haushunde) zählt man Eucyon, der vor etwa 9 Millionen Jahren lebte. Vor etwa 7 Millionen Jahren kamen die Hundevorfahren nach Europa.
Nach heutigen Erkenntnissen begann die Domestizierung des Wolfes vor etwa 14.000 Jahren. Wie die Eingliederung des wildlebenden Wolfes (canis lupus) in menschliche Verbände vor sich ging, ist nicht genau geklärt.
WIR KÖNNEN BESTENFALLS MUTMASSUNGEN über das Szenario anstellen. Die wahrscheinlichste Geschichte lautet ungefähr so: Wenn die menschlichen Jägerhorden an einem Wolfsbau vorbeikamen, in dem sich hilflose Welpen befanden, nahmen sie die Jungtiere mit nach Hause. Einige davon wurden sogleich getötet und gegessen, andere wurden verschont - vielleicht weil man sie erst verzehren wollte, nachdem sie etwas größer geworden waren.
Die verspielten Wolfswelpen gefielen den Kindern der vorzeitlichen Jägerstämme und wurden als Kuscheltiere benutzt. Die Welpen wuchsen heran, wurden zunehmend vermenschlicht und betrachteten sich schließlich als Teil des menschlichen «Rudels». Und da die Tiere weiterhin zahm und freundlich blieben, hat man am Ende darauf verzichtet, sie zu schlachten und zu verspeisen.
Ihre natürliche Neigung zu bellen, sobald sie einen fremden Eindringling witterten, dürfte das Überleben solcher gefangenen Wolfswelpen begünstigt haben. Ihr Wert als Wachhund wurde sicherlich rasch bemerkt. Und selbst dem einfältigsten menschlichen Gehirn muss schon bald gedämmert haben, dass die hündischen Hausgenossen besser hören und riechen konnten als ihre neuen Herren. In Anbetracht solcher Vorzüge lag es nahe, die Tiere nicht nur als Nahrung zu betrachten, sondern ihre besonderen Fähigkeiten zu nutzen.
In einem nächsten Schritt wurden sie von den Menschen auf die Jagd mitgenommen. Mit ihren überlegenen Sinnesorganen leisteten die Hunde unschätzbare Dienste beim Aufspüren und, gegen Ende der Jagd, auch beim Zusammentreiben und Überwältigen der Beutetiere. Auf Grund dieser drei neuen Aufgaben - Spielgefährten der Kinder, Bewacher von Höhlen und Hütten und aktive Jagdgefährten - schienen diese ersten Hunde ihren Besitzern lebendig wertvoller als tot. Eine dauerhafte Partnerschaft nahm ihren Anfang.
Aber all dies war überhaupt nur dank den besonderen Eigenschaften des wilden Vorfahren des Hundes möglich. Auch wenn es manche zeitgenössischen Hundefreunde nicht gerne hören, bleibt es eine Tatsache, dass die ersten Haushunde nichts anderes waren als zahme Wölfe. Zwar hat man in der Vergangenheit auch weniger furchterregende Arten wie den Schakal und den Kojoten als Ahnen in Betracht gezogen, aber die genetischen Untersuchungen schließen diese Abstammungslinien weitgehend aus. Der moderne Haushund, ob Yorkshireterrier oder deutsche Dogge, ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wolf im Hundepelz.
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Später folgte die bewusste Aussonderung und Vermehrung von Tieren mit
speziellen Eigenschaften. Die Zucht entwickelte sich: Jagdhunde, Hütehunde,
Kampfhunde oder Hunde mit reinem, dem jeweiligen modischen Geschmack
angepassten, Schönheitswert wurden gezüchtet. Obwohl unsere Haushunde mit dem
Wolf genetisch nahezu identisch sind, entstanden viele verschiedene Rassen mit
großer Formenvielfalt. Die Hirnmasse des Haushundes ist allerdings um ein
Viertel geschrumpft. Dazu führte vermutlich die mangelnde Jagdaktivität und
der Schutz durch den Menschen.
ABER
WESHALB SEHEN die heutigen Haushunde so anders aus als Wölfe? Für die Menschen
der Vorzeit war es mitunter überlebenswichtig, die domestizierten Tiere bereits
aus größerer Entfernung von ihren wilden Ahnen unterscheiden zu können. Um
jede Verwechslung auszuschließen, wurden sonst nutzlose Merkmale wie Ringelschwänze,
ein schwarzweiß geschecktes Fell oder lange Haarzotteln bevorzugt. Von den
Wandmalereien im alten Ägypten wissen wir, dass solche Eigenheiten bereits zur
Blütezeit dieser großen Kultur vor fünftausend Jahren existierten. Schon die
Ägypter besaßen kurzbeinige und gefleckte und große, schlanke Hunde sowie
solche mit Ringelschwänzen. Und wenig später gab es auch in anderen Teilen der
Welt riesige Doggen, die im Krieg als Kampfhunde eingesetzt wurden, und winzige
Tempelhündchen, in denen sich, wie man glaubte, die Seelen verstorbener Mönche
reinkarnierten.

Die Trichterbecher-Kultur, von 4300 bis 2700 v. Chr., war v.a. in Nordost- und
Nordwestdeutschland, Dänemark und Südschweden beheimatet. Alle Gefäße
dieser Kultur - neben Bechern Vorratsgefäße mit und ohne Ösen, Amphoren,
Flaschen und flache Platten - besitzen einen geraden Boden. Verziert sind sie
häufig mit feinen Einstichen, Strichmustern und Schnurabdrücken.
Diese Erfahrung machte sich der Mensch zunutze. Er formte aus feuchtem Lehm verschiedene Gefäße, ließ sie trocknen und brannte sie dann im Feuer.
Jetzt gab es Schüsseln und Töpfe, in denen man auch Wasser oder Milch aufbewahren konnte. Bald benützten die Frauen diese Gefäße, um Wurzeln oder Gemüse zu kochen.
Sehr früh
fanden die Menschen Freude daran, die Erzeugnisse ihrer Töpferkunst zu schmücken.
Sie drückten verschiedene Muster in den weichen Lehm oder bemalten die Gefäße
mitunter sogar mit Erdfarben.
Neben Ackerbau und Viehzucht ist die Töpferei eines der wesentlichen Merkmale der Jungsteinzeit. Keramik ist der erste vom Menschen künstlich hergestellte Werkstoff, bei dem Erzeugnisse aus Ton und Lehm bei hohen Temperaturen gebrannt werden.
Tongefäße ermöglichten es den Menschen ihre Nahrungsmittel besser zu kochen
und länger aufzubewahren. Beim Kochen wurde der Topf entweder ins Feuer
gestellt oder darüber gehängt. Mitunter gab man aber auch einfach heiße
Steine in das Tongefäß, um die Speisen auf diese Weise zu erwärmen.
Bereits in der Steinzeit gab es die unterschiedlichsten Gefäße - von
Schalen, Schüsseln und Töpfen über Amphoren, Krügen, Kannen und Flaschen
bis hin zu Bechern und Tassen in den verschiedensten Formen und Größen ist
alles zu finden.

Je nach der Beschaffenheit des ihnen zur Verfügung stehenden Rohmaterials haben die die Töpferei betreibenden Stämme die verschiedensten Methoden zur Bearbeitung des von ihnen verwandten Tones oder Lehms erfunden. Die Erdmasse wird gereinigt und getrocknet, und Fremdkörper werden durch Durchsieben entfernt. Wenn der Lehm zu fett ist, wird er mit Bindematerialien, wie Sand, Kleie, Asche oder kleinen Holz- oder Grasstücken, gemischt. Das Zusetzen von Schwammstücken zur Töpfermasse ist eine besondere Erfindung der südamerikanischen Indianer. Sobald der „Teig" weich und formbar genug geworden ist, kann die Töpferarbeit selbst beginnen.
Töpferwaren, insbesondere Gefäße zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln, wurden in der Steinzeit mittels verschiedener Techniken hergestellt. Dabei musste der steinzeitliche Keramiker lange Zeit auf eine Töpferscheibe verzichten, deren primitiver Vorläufer (Formplatte, Handdrehscheibe) erst um 4000 v. Chr. in Mesopotamien entwickelt wurde.
Die älteste Herstellungstechnik war vermutlich die sogenannte Aushöhl- oder Quetschtechnik, die sich allerdings nur für kleine Gefäße eignet.
Hier
wird zunächst eine meist faustgroße Kugel aus Ton geformt. Anschließend
presst man den Daumen in die Kugel und beginnt vorsichtig eine Schale zu formen,
indem man durch gleichmäßiges Quetschen zwischen Daumen und Handinnenseite
einen Hohlraum erzeugt.

Bei der Platten - oder Lappentechnik werden zunächst einzelne Tonklumpen mit dem Handballen flach gedrückt, bevor man sie mit einem Rundholz zu einer gleichmäßigen Dicke ausrollt. Während dieses Vorganges sollten die Platten mehrmals gewendet werden, damit sie nicht festkleben. Dann schneidet man die Platten auf die gewünschte Größe zu und lässt sie mehrere Stunden 'lederhart' antrocknen. In diesem Zustand ist der Ton noch feucht und eindrückbar, aber nur noch wenig biegsam.
Die einzelnen Teile des Gefäßes - Bodenplatte und Seitenwände - werden nun sorgsam zusammengefügt. Dazu werden die Verbindungsflächen mit einem spitzen Gegenstand aufgeraut und mit Tonbrei bestrichen.
Die
dritte Methode - in der Jungsteinzeit vermutlich am weitesten verbreitet - ist
die Wulsttechnik. Mit dieser Technik lassen Die Gefäße werden aus dünnen,
mindestens fingerdicken, möglichst gleichmäßigen Tonsträngen hergestellt.
Dazu wird aus einem Stück Ton eine grobe Wulst geformt. Diese wird auf auf
einer ebenen Fläche in einer gleichmäßigen Bewegung von den Handflächen zu
den Fingerspitzen unter leichtem Druck hin und her gerollt. Gleichzeitig führt
man während dieser Rollbewegung die Hände von der Mitte der Tonwulst langsam
nach außen - die Wulst wird immer länger und dünner. sich Gefäße in allen
Größen, also auch übergroße Behälter, herstellen. Für den kreisrunden Gefäßboden
wird dann entweder eine Tonkugel flachgedrückt oder eine Wulst spiralförmig
zusammengelegt und glatt verstrichen.
Auf dem
aufgerauten Rand dieser vorgeformten Bodenplatte werden die weiteren Tonwülste
spiralförmig aufgelegt und vorsichtig angedrückt bzw. zusammengefügt, bis die
gewünschte Form und Höhe des Gefäßes erreicht ist.
Die
Fugen werden dann glatt verstrichen, indem man den Ton mit den Fingerspitzen von
oben nach unten zieht oder mit einem flachen Stein bzw. Werkzeugen aus Holz und
Knochen glättet.
Beim Füllen der Rillen sollte nicht mit Wasser gearbeitet werden, weil dieses beim Trocknen Hohlräume verursachen könnte, die das Gefäß beim Brennen bersten lassen.
Das sorgfältige Verbinden der einzelnen Wülste bzw. Wulstschichten ist bei dieser Technik entscheidend für die Stabilität des Gefäßes.
Vor dem Brennen kann man die Gefäße noch polieren und verzieren. Dazu lässt man es mindestens einen Tag lang an einem kühlen Ort trocknen, bis es einen lederharten Zustand erreicht.
Mit glatten Steinen oder einem harten Stück Holz werden die Gefäße dann poliert. Dadurch erhalten die Gefäßwände nicht nur eine glattere und schönere Außenseite, das Gefäß ist auch weniger wasserdurchlässig, da sich der Ton an der Außenseite durch das Polieren besser verdichtet.
Eine weitere Möglichkeit, die Wasserundurchlässigkeit zu erhöhen, besteht darin, die Außenseite noch mit einer zusätzlichen Schicht aus feinerem und damit dichterem Ton zu überziehen.
Die Keramiker der Jungsteinzeit waren auch schon in der Lage, ihre Produkte verschiedenfarbig zu gestalten.
Nachdem man erkannt hatte, dass Gefäße je nach Herkunft des Tons beim Brennen unterschiedliche Farben erhalten, wurden ganz bewusst verschiedenfarbige Schlicker hergestellt. Man rührt Tone aus den verschiedenen Vorkommen in Wasser auf, lässt sie sich für einige Zeit absetzen und schöpft dann den obersten Teil dieses schlammartigen Breis ab. Dieser wird nun so lange getrocknet, bis eine gut auftragbare Farbe - grauweiß, gelb, ziegelrot, braun oder schwarz - entsteht, die nun auf das Tongefäß gestrichen wird.
Die Verzierungen erzeugt man durch Ritzen und Gravieren. Wie bereits erwähnt, entwickelten die einzelnen Kulturen der Jungsteinzeit ihre eigenen Dekormöglichkeiten und Formensprachen. So ritzte man z.B. mit kammartigen Werkzeugen parallele Linien in den Ton, presste mit einem Stück Holz geflochtene Schnüre hinein oder drückte Löcher mit den Fingerspitzen ein usw.
Eingestochene Löcher bzw. geritzte Linien können zusätzlich mit sogenannten 'Inkrustationen' ausgelegt werden. Dabei handelt es sich um farbige verkrustete Einlagen, die entstehen, wenn man die Vertiefungen mit einem krustenbildenden - z.B. kalkhaltigen - Material ausfüllt. Auf diese Weise können zwei- oder mehrfarbige Gefäße geschaffen werden
Die
Produkte der primitiven Töpferei werden in offenem Feuer gebrannt und oft mit
Ritzornamenten oder gemalten Darstellungen verziert. Die Kenntnis der Glasur ist
eine ebenfalls erst in den Hochkulturen gemachte Erfindung.
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Nur noch selten ist die Wildkatze
in freier Natur zu sehen.
Der Wildpark Eekholt beteiligt sich an Auswilderungsprojekten in Spessart und
Bayerischem Wald in Zusammenarbeit mit dem BUND. Sie ist nicht die Wildform
unserer Hauskatze, die von der afrikanischen Falbkatze abstammt. Wildkatzen
leben einzelgängerisch in Mischwäldern auf felsigem Untergrund.
Länge:
55 bis 80 cm
Gewicht:
3 bis 8 kg
Lebensalter:
12 bis 16 Jahre
Nahrung:
Kleinnager, Junghasen und
-kaninchen, Vögel,
Eidechsen, Amphibien, gelegentlich Fische
Fortpflanzung:
Tragzeit:
65 bis 70 Tage (Paarung: Feb./März)
Geburt:
2 bis 5 Junge von 80 - 135 g in
Apr./Mai
Entwöhnung mit 3 Monaten
Geschlechtsreife: 1,5 bis 2 Jahre
Die Vorfahren der Katze: Die Hauskatze, Felis catus, stammt mit ziemlicher Sicherheit von der Wildkatze, Felis silvestris catus, ab, deren Vertreter in ganz Europa, in Afrika und im südlichen Asien auch heute noch leben. In diesem weit gesteckten geographischen Gebiet entstanden durch die Anpassung an die jeweiligen Umwelt- und Klimabedingungen zahlreiche verschiedene Rassen bzw. Unterarten der Wildkatze. Die afrikanische Wildkatze Felis silvestris libyca ist der ursprüngliche Vorfahr der Hauskatze. Dieses Tier ist nur wenig größer als unsere Katze und lebt in seiner Heimat immer noch in enger Nachbarschaft mit Menschen. Als sich die domestizierte Form verbreitete, kam es wahrscheinlich in verschiedenen Gebieten zu Kreuzungen mit heimischen Wildkatzenrassen, die in unterschiedlichem Maße an der Entstehung der modernen Hauskatze beteiligt waren. Die europäische Tigerkatze vereint in ihrem Fellmuster die Charakteristika der europäischen und der afrikanischen Wildkatze. Und das gefleckte Fell einiger Hauskatzen in Indien verrät die Abstammung von asiatischen Subspezies.
Die Domestizierung der Katze: Katzen wurden viel später
domestiziert als Hunde. Erst als die Ackerbaukultur entstand und im fruchtbaren
Nahen Osten zu einer blühenden Kultur führte. Häuser, Scheunen und
Kornspeicher bildeten eine neue Nische im zur Verfügung stehenden Lebensraum.
Sie wurden rasch von der bevorzugten Beute kleiner Wildkatzen, also von Mäusen
und anderen Kleinsäugern genutzt. Die Katze hatte Nahrung im Übermaß. Dafür
half sie die lästigen Nager unter Kontrolle zu halten. Schon in dieser Zeit hat
sich also ein gegenseitiger Nutzen ergeben. Wie Wölfe wurden die gelehrigeren
Exemplare dieser Wildkatzen allmählich in die menschliche Gesellschaft
integriert. Auf diese Weise bildete sich eine Population halb zahmer Katzen.
Die Zähmung der Katze wird weitgehend den Ägyptern zugeschrieben, die wohl vor
etwa 4000 Jahren damit begonnen haben. Sie erkannten den Wert der Katzen als natürliche
Feinde von Ungeziefer wie Nagetieren, Schlangen und anderen giftigen Reptilien
wahrscheinlich als Erste. Katzen hatten in ihrer Kultur große religiöse
Bedeutung und wurden als Personifizierung der Gottheit Bastet und damit als
religiöses Kultobjekt angesehen. Daher wurde für Katzen in menschlicher Obhut
sehr gut gesorgt, und viele von ihnen wurden als Kultobjekte wie Heimtiere
gehalten. Da sie unter göttlichem Schutz standen, konnte man für die Tötung
einer Katze im alten Ägypten zum Tode verurteilt werden. Die Ägypter beschränkten
die Ausbreitung der Katzen in andere Länder, indem sie den Export verboten. Mit
der Zeit wurden diese ägyptischen Katzen jedoch auch in andere Länder
gebracht. So gelangte die Katze mit den Seefahrern schließlich in alle
kolonisierten Gebiete und überquerte im 17. Jahrhundert den Atlantik nach
Nordamerika. Dort setzten sie die ersten Siedler auch gegen Rattenplagen ein. Da
die Katzen in aller Welt mit sehr unterschiedlichen Umweltbedingungen
konfrontiert wurden, konnten geographisch voneinander getrennte Populationen
bestimmte Merkmale entwickeln, die sich von denen anderer Katzen unterschieden.
Die modernen Katzenrassen entstanden jedoch durch selektive Zucht – die erst
in den letzten 150 Jahren populär geworden ist.
Die Problematik der Haustierwerdung der Katze und der Beurteilung des Domestikationsgrades der Hauskatze ist nicht klar abzugrenzen, wie bei anderen Haustieren.
So wurden z.B. 8000 v. Chr. Katzen in Jericho gehalten. Diese wurden aber wahrscheinlich nicht direkt domestiziert. Der Beginn der Domestikation kann man erst vor 6000 Jahren ansetzten. Damals wurden in Ägypten Hauskatzen gehalten. Die ältesten Darstellungen aus dem Niltal kennt man schon aus der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) Ein Grabgemälde aus Sakkarah (nach 2750 v. Chr.) zeigt die Katze bereits mit einem Halsband.
1580-1350 v. Chr. sind Jagdszenen aus dem Neuen Reich bekannt, welche Katzen beim Heranholen von im Wasser erlegtem wild zeigen. die Katze genoss nicht nur als Nager-, sondern vor allem als Schlangenvertilgerin göttliche Ehren. Auf ihre Tötung stand die Todesstrafe. In Bubastis fand man Hunderte von Katzenmumien.
Nach 600 v. Chr. ist die Katze in China erwähnt.
Erst nach 500 v. Chr. gelangte sie nach Griechenland nach 400 v. Chr. nach Süditalien. Doch erst um 100 v. Chr. begann sie im alten Rom die bis dahin als Ratten und Mäusevertilger gehaltene Frettchen zu verdrängen. Bis in das 10. Jahrhundert n. Chr. waren Katzen diesseits der Alpen sehr selten und galten als kostbarer Besitz. Nach Mittel- und Nordeuropa brachten die heimkehrenden Kreuzfahrer in großem Maße Katzen mit, die im späten Mittelalter das Wiesel als bisherigen Hauptmäusevertilger auf den Bauernhöfen ersetzten.
Neben unserer allgemeinen Dorf- und Stadtkatze, die durch Mutationen eine Vielfalt sich immer weiter differenzierender Färbungsvarianten entstehen ließ, wurden auch vom Menschen gezielte Zuchten auf bestimmte Eigenschaften und Erscheinungsformen durchgeführt. Zuerst kreuzte man früher Hauskatzen mit anderen Wildkatzenvertretern der silvestris- und ornata-Gruppe. Die eigentliche Rassezucht jedoch, der wir eine Unzahl von sehr unterschiedlichen Rasse zu verdanken haben, begann erst vor weniger als 100 Jahren. Daher unterscheiden sich unsere Edelkatzen nicht wesentlich von den normalen Hauskatzen.
Auf
der Website http://www.ragdolls.ch/katzenverhalten.htm
findet
Ihr weitere Informationen und Verhaltensweisen der Katze:
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1.Schafschur 2.Vlies nach Faserlänge sortieren 3.Wolle waschen 4.Wasserbad,umWollfett zu erhalten 5.einweichen lassen |
6.den Schmutz abstreichen
7. mit Wasser durchspülen bis die Wolle klar ist
8.trocknen lassen
9.von Kletten und Ungeziefer befreien
10.kämmen
11.Die Fäden können nun versponnen werden
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Denkt
man 5000 Jahre zurück so sieht man in Gedanken die Menschen in Felle gehüllt.
Doch Gewebeabdrücke an Tongefäßen von Rietzmark, Kreis Roßlau an der Elbe
haben den Nachweis erbracht, das man damals schon das Weben und Flechten
verstanden hat. In der nordischen Bronzezeit wurden die Toten in Baumsärgen
bestattet. Dies und die besonderen Bodenverhältnisse haben die Textilien soweit
erhalten, das sich Rückschlüsse auf die damaligen Trachten belegen lassen. Um
1000 vor unserer Zeitrechnung hörten die Baumbestattungen auf und machten der
Feuerbestattung Platz. Damit sind die Überreste an Kleidung weitgehend
verlorengegangen. Doch Funde aus Mooren lassen auch hier Rückschlüsse zu.
Fundorte in Jütland, Schleswig- Holstein, Nordseeraum und die Holländischen
Niederungen belegen die verschiedensten Bindungen. Ab der Eisenzeit ist durch
den Thorsberger Prachtmantel von Thorsberg belegt das es zu diesem Zeitpunkt
schon den Gewichtswebstuhl gegeben haben muß. Da dieser Mantel an den Kanten
Brettchengewebe enthält, die gleichzeitig mit dem Tuch gewebt wurde, kommt nur
ein senkrecht stehender Webstuhl in Frage. Im Durchschnitt weisen die
Originalgewebe der Eisenzeit eine überraschende Gleichmäßigkeit der Fäden
auf. Ebenso ist die Feinheit der Fäden beeindruckend. Bei Bronzezeitlichen
Geweben wurden im Durchschnitt auf zwei cm Gewebe zehn Fäden gezählt, in der
Eisenzeit schon zwanzig Fäden auf zwei cm. Die Wolle dazu wurde auf
Handspindeln gesponnen.
Beschreibung
des Gewichtswebstuhls
Ein Gewichtswebstuhl besteht aus zwei Pfosten die eine
Aufnahme für den sogenannten Tuchbaum haben. Am Tuchbaum sind Löcher
eingelassen damit die Kettfäden befestigt werden können. Ebenso eine Kurbel um
den Tuchbaum zu drehen, damit das Tuch aufgewickelt werden kann. In den Pfosten
sind Löcher für die Aufnahme der Litzenstäbe und unten zwischen den Pfosten
ein Trennstab für die Bildung eines natürlichen Faches. Was dann noch benötigt
wird sind Litzenstäbe und Ton- oder Steingewichte um der Webkette gleichmäßige
Spannung zu geben. Zum Weben an sich wären dann noch das Webschiff zum Eintrag
des Schusses und das Webschwert zum Anschlagen des Schusses an das Gewebe
notwendig.