Das Ende der Wanderschaft

Mammuts starben aus, und die Rentiere zogen nach Norden. Nur noch Kleintiere blieben für die Jagd übrig. Die Menschen begannen nun langsam, in den Jagdrevieren sesshaft zu werden. Von der Jagd allein konnten die Menschen aber nicht Leben. Sie mussten nach neuen Nahrungsmöglichkeiten suchen.
Vor etwa 10 000 Jahren änderte sich langsam die Lebensweise der Menschen.
Im Gegensatz zu den Jägern und Sammlern der Altsteinzeit wurden die Bauern und Bäuerinnen der Jungsteinzeit sesshaft.
Sie erkannten ,dass aus den Samen, die auf den Boden fielen, neue Pflanzen entstanden. Die gleiche Erfahrung machten sie bei den Abfallhaufen ihrer Lagerplätze. Auch dort keimten die Körner wildwachsender Getreidearten und Halme sprossen empor.


Da sie Obst, Gemüse und Getreide anbauten und Tiere züchteten, war ihre Nahrung gesichert. Sie mussten jetzt nicht mehr ständig den Tierherden hinterher ziehen.

In der kalten Jahreszeit, wenn keine Früchte und Samen mehr an den Pflanzen sind oder der Boden schneebedeckt ist, dann können die Menschen von ihren Vorräten leben. Sie sind nicht mehr von dem Zufallsglück (Jagd) abhängig und können auch ein Herdentier schlachten. Mit der Vorratswirtschaft kann der Mensch auch bei anderen Naturkatastrophen (Trockenheit) überleben.

  

 

Das Leben im Dorf


Das Leben in einem jungsteinzeitlichen Dorf ähnelt in immer mehr Dingen dem heutigen Leben. Die Bauern lebten in Häusern aus Holz und Lehm. Die Dächer waren mit Stroh gedeckt. Rund  um die Häuser lagen lauter kleine Felder, auf denen hier bei uns in Europa Getreide, Erbsen und Linsen wuchsen. Außerdem kannten sie in unserer Gegend schon einige Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Pflaumen.
Für ihren Bedarf an Fleisch, Milch und Eiern züchteten die Bauern Vieh. Es gab Rinder, Schweine, Schafe und Hühner. Als Jagdgefährten gewöhnten die Menschen den Wolf an das Leben im Dorf.  Erst viel später wurde aus der Wildkatze unsere heutige Hauskatze.

In dieser Zeit lernten die Menschen Vorräte anzulegen, um das ganze Jahr über mit allem versorgt zu sein.
Da es in einem Dorf sehr viele verschiedene Dinge zu tun gab, war es sinnvoll, sich die Arbeit zu teilen. Neben der normalen Arbeit als Bauer konnte jeder noch etwas besonders gut. Eine Familie des Dorfes konnte vielleicht besonders gut töpfern, eine andere konnte gut weben, und wieder eine andere kümmerte sich um die Werkzeuge der Bauern. Die Menschen tauschten sich aus  - das war der Beginn des Handels.

In der Jungsteinzeit kam es zu so radikalen Änderungen in der Wirtschaftsweise, dass man von der "Neolithischen Revolution" sprechen kann. Beschafften sich die Menschen in der Alt- und Mittelsteinzeit ihre Nahrung in schweifender Lebensweise als Jäger und Sammler - man spricht von aneignender Nahrungsbeschaffung -, begannen sie in der Jungsteinzeit Ackerbau und Viehzucht zu treiben. Sie gingen also zur produzierenden Wirtschaftsweise über. Die Umwälzungen erfassten alle Lebensbereiche des Menschen. Der Mensch begann seine Umwelt aktiv zu verändern, indem er den Wald für die Viehweide nutzte, und ihn zur Gewinnung von Platz für seine Siedlungen und Äcker rodete. Die Viehhaltung setzt die Zähmung und Züchtung von Haustieren voraus, durch den Ackerbau war der Mensch an seine Äcker gebunden, begann Häuser zu bauen, Siedlungen anzulegen und sesshaft zu werden. Mit dem Erlernen der Töpferei war er in der Lage, Gefäße zur Vorratshaltung und zum Kochen herzustellen. Seither sind die Tongefäße eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale archäologischer Kulturen.  Darüber hinaus erfand man das Rad, begann Wolle zu spinnen, zu weben und baute die ersten Wege. Auch in der Steinverarbeitung kam es zu wichtigen Neuerungen. Da die Holzverarbeitung einer der Hauptarbeitsbereiche gewesen sein musste, nimmt man an, dass die meisten von ihnen zur Holzbearbeitung gedient haben. An Getreidearten waren Weizen und Gerste bekannt, an Hülsenfrüchten Erbsen und Bohnen, weiterhin Lein und Mohn. Als Haustiere sind Rind, Schwein, Ziege und Schaf nachgewiesen.

Die produzierende Lebensweise wurde zuerst vor ca. 10 000 Jahren im Vorderen Orient und im Nildelta angewendet. Über Griechenland und den Balkan breitete sie sich nach Norden und Nordwesten aus, bis sie um 5 500 v. Chr. nach Mitteleuropa gelangte.

Im Frühneolithikum (5 500 - 4 300 v. Chr.) sind die ersten Bauern in Niedersachsen nachgewiesen. Sie bevorzugten fruchtbare Lössböden, so dass deren Verbreitung bis ins nördliche Harzvorland und ins Leinetal die Ausbreitung der neuen Wirtschaftsweise markiert. Nördlich dieser Grenze beschafften sich die Menschen noch ca. 1 000 Jahre länger ihre Nahrung auf die alte, aneignende Lebensweise. Die ersten Bauernkulturen werden nach der charakteristischen bandförmigen Verzierung auf ihren Tongefäßen Linienbandkeramiker genannt.


 

 

 



 

 

 

 

 

 

Woher kamen die ersten Haustiere?

Das hat sich so ergeben. Mal ist ein junges, verirrtes Schäfchen zugelaufen, mal haben die Männer bei der Jagd ein Kälbchen verschont und mitgenommen. Die jungen Tiere haben sich an die Menschen gewöhnt und blieben bei ihnen. Und irgendwann haben die Menschen bemerkt, wie bequem es doch ist, wenn sie die Tiere, die sie zum Leben brauchen, in ihrer Nähe haben, anstatt sie immer mühevoll jagen zu müssen.


Vom Wolf zum Hund

Die Entwicklungsgeschichte des Hundes begann vor etwa 37 Millionen Jahren in Nordamerika. Das besondere Kennzeichen aller Caniden (Hundeartigen Raubtiere) trat hier zum ersten Mal auf: Die paarig angeordneten Reißzähne. Als Stammvater der heute noch lebenden Hundeartigen (Wölfe, Hyänen, Kojoten, Schakale, Füchse, Dingos, Rothunde und Haushunde) zählt man Eucyon, der vor etwa 9 Millionen Jahren lebte. Vor etwa 7 Millionen Jahren kamen die Hundevorfahren nach Europa.

Nach heutigen Erkenntnissen begann die Domestizierung des Wolfes vor etwa 14.000 Jahren. Wie die Eingliederung des wildlebenden Wolfes (canis lupus) in menschliche Verbände vor sich ging, ist nicht genau geklärt.

WIR KÖNNEN BESTENFALLS MUTMASSUNGEN über das Szenario anstellen. Die wahrscheinlichste Geschichte lautet ungefähr so: Wenn die menschlichen Jägerhorden an einem Wolfsbau vorbeikamen, in dem sich hilflose Welpen befanden, nahmen sie die Jungtiere mit nach Hause. Einige davon wurden sogleich getötet und gegessen, andere wurden verschont - vielleicht weil man sie erst verzehren wollte, nachdem sie etwas größer geworden waren.

Die verspielten Wolfswelpen gefielen den Kindern der vorzeitlichen Jägerstämme und wurden als Kuscheltiere benutzt. Die Welpen wuchsen heran, wurden zunehmend vermenschlicht und betrachteten sich schließlich als Teil des menschlichen «Rudels». Und da die Tiere weiterhin zahm und freundlich blieben, hat man am Ende darauf verzichtet, sie zu schlachten und zu verspeisen.

Ihre natürliche Neigung zu bellen, sobald sie einen fremden Eindringling witterten, dürfte das Überleben solcher gefangenen Wolfswelpen begünstigt haben. Ihr Wert als Wachhund wurde sicherlich rasch bemerkt. Und selbst dem einfältigsten menschlichen Gehirn muss schon bald gedämmert haben, dass die hündischen Hausgenossen besser hören und riechen konnten als ihre neuen Herren. In Anbetracht solcher Vorzüge lag es nahe, die Tiere nicht nur als Nahrung zu betrachten, sondern ihre besonderen Fähigkeiten zu nutzen.

In einem nächsten Schritt wurden sie von den Menschen auf die Jagd mitgenommen. Mit ihren überlegenen Sinnesorganen leisteten die Hunde unschätzbare Dienste beim Aufspüren und, gegen Ende der Jagd, auch beim Zusammentreiben und Überwältigen der Beutetiere. Auf Grund dieser drei neuen Aufgaben - Spielgefährten der Kinder, Bewacher von Höhlen und Hütten und aktive Jagdgefährten - schienen diese ersten Hunde ihren Besitzern lebendig wertvoller als tot. Eine dauerhafte Partnerschaft nahm ihren Anfang.

Aber all dies war überhaupt nur dank den besonderen Eigenschaften des wilden Vorfahren des Hundes möglich. Auch wenn es manche zeitgenössischen Hundefreunde nicht gerne hören, bleibt es eine Tatsache, dass die ersten Haushunde nichts anderes waren als zahme Wölfe. Zwar hat man in der Vergangenheit auch weniger furchterregende Arten wie den Schakal und den Kojoten als Ahnen in Betracht gezogen, aber die genetischen Untersuchungen schließen diese Abstammungslinien weitgehend aus. Der moderne Haushund, ob Yorkshireterrier oder deutsche Dogge, ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wolf im Hundepelz.


Später folgte die bewusste Aussonderung und Vermehrung von Tieren mit speziellen Eigenschaften. Die Zucht entwickelte sich: Jagdhunde, Hütehunde, Kampfhunde oder Hunde mit reinem, dem jeweiligen modischen Geschmack angepassten, Schönheitswert wurden gezüchtet. Obwohl unsere Haushunde mit dem Wolf genetisch nahezu identisch sind, entstanden viele verschiedene Rassen mit großer Formenvielfalt. Die Hirnmasse des Haushundes ist allerdings um ein Viertel geschrumpft. Dazu führte vermutlich die mangelnde Jagdaktivität und der Schutz durch den Menschen.

ABER WESHALB SEHEN die heutigen Haushunde so anders aus als Wölfe? Für die Menschen der Vorzeit war es mitunter überlebenswichtig, die domestizierten Tiere bereits aus größerer Entfernung von ihren wilden Ahnen unterscheiden zu können. Um jede Verwechslung auszuschließen, wurden sonst nutzlose Merkmale wie Ringelschwänze, ein schwarzweiß geschecktes Fell oder lange Haarzotteln bevorzugt. Von den Wandmalereien im alten Ägypten wissen wir, dass solche Eigenheiten bereits zur Blütezeit dieser großen Kultur vor fünftausend Jahren existierten. Schon die Ägypter besaßen kurzbeinige und gefleckte und große, schlanke Hunde sowie solche mit Ringelschwänzen. Und wenig später gab es auch in anderen Teilen der Welt riesige Doggen, die im Krieg als Kampfhunde eingesetzt wurden, und winzige Tempelhündchen, in denen sich, wie man glaubte, die Seelen verstorbener Mönche reinkarnierten.

 

 

Töpfern in der Jungsteinzeit


Neben Ackerbau und Viehzucht ist die Töpferei eines der wesentlichen Merkmale der Jungsteinzeit. Keramik ist der erste vom Menschen künstlich hergestellte Werkstoff, bei dem Erzeugnisse aus Ton und Lehm bei hohen Temperaturen gebrannt werden.
Während gebrannte Tonfiguren bereits deutlich älter sind, entstehen die ersten Gebrauchsgegenstände aus Keramik (Gefäße etc.) erst ca. 7000 - 8000 Jahre v. Chr. im Vorderen Orient. Endgültig setzt sich die Keramikproduktion in diesem Gebiet um 6000 v. Chr. mit den ersten jungsteinzeitlichen Kulturen durch. Vom Vorderen Orient und Nordafrika ausgehend breitet sich das Töpferhandwerk über das Mittelmeergebiet und den Balkan aus und erreicht schließlich Mitteleuropa.

 

Die Bedeutung der Keramik lässt sich auch daran erkennen, dass jungsteinzeitliche Kulturen nicht nur nach bedeutenden Fundorten oder Bestattungsarten, sondern häufig auch nach den Formen oder der Verzierung ihrer Keramikgefäße benannt wurden. Tongefäße sind so ein wichtiges Merkmal bei der Unterscheidung von einzelnen Kulturgruppen der Jungsteinzeit.
 

 
Die bandkeramischen Kulturen haben ihre Namen von den typischen bänderartigen Mustern erhalten, die ihre Gefäße überziehen. Dabei unterscheidet man die linienbandkeramische und die stichbandkeramische Kultur.

 
Bei Gefäßen der linienbandkeramischen Kultur bestehen die Bänder aus durchgezogenen Linien, während bei der stichbandkeramischen Kultur die Linien mit einem spitzen Werkzeug punktiert wurden.
Die linienbandkeramische Kultur wird zwischen 5800 und 4500 v. Chr. angesiedelt und reichte vom Ärmelkanal bis zum Schwarzen Meer (Nordfrankreich, südliches Belgien und Holland, Mittel- und Süddeutschland, Tschechien und Slowakei, nördliches Österreich, Mittel- und Südpolen, Nordungarn, Ukraine und Moldawien). Zu den Gefäßen dieser Kultur gehören rundbödige Schalen und Flaschen, große unverzierte Vorrats- und Transportgefäße sowie Ess- und Trinkgeschirr. Die Oberflächen der Gefäße sind geglättet und poliert, die Verzierungen bestehen aus eingeritzten oder gerillten Linien und Linienbändern. Die Verzierungen umfassen zahlreiche Formen, u.a. Spiralen, Wellen, Bögen, Zickzackreihen, Kreuze und Dreiecke.
Die stichbandkeramische Kultur dauerte von ca. 4900 bis 4500 v. Chr. und war im östlichen Mitteleuropa - Bayern, Sachsen, Thüringen, Tschechien, Slowakei und auch Niederösterreich - zu finden. Die Formen der Gefäße entsprechen jenen der linienbandkeramischen Kultur, zu den verwendeten Mustern gehören u.a. Zickzackbänder, Kreuz- und Schachbrettmuster.
Die schnurkeramischen Kulturen (siehe drittes Gefäß von links) sind nach ihren charakteristischen Verzierungen benannt, die durch den Abdruck von geflochtenen Schnüren in den noch ungebrannten Ton entstanden sind. Mit Holzstäbchen konnten auch weitere Muster eingedrückt werden.
Diese schnurkeramischen Kulturen, manchmal auch als Becher-Kulturen oder Streitaxt-Kulturen bezeichnet, sind im Zeitraum von 2800 - 2400 c. Chr. zu finden und umfassten die Gebiete vom Elsaß bis zur Ukraine bzw. von der Westschweiz bis Südnorwegen. Die wichtigsten Gefäßtypen sind rundbauchige Amphoren und hohe schmale Becher, als Verzierung dienen u.a. Linien-, Zickzack-, Strichbündel-, Tannenzweig-, Dreiecks-, Trapez- und Flechtmuster.
 
 
Zu den Kulturen, die ihren Namen von der Gefäßform ableiten, gehört u.a. die sogenannte Trichterbecher-Kultur. Wie der Name bereits sagt, fallen hier die besonders breiten trichterförmigen Hälse der Trinkbecher auf.


Die Trichterbecher-Kultur, von 4300 bis 2700 v. Chr., war v.a. in Nordost- und Nordwestdeutschland, Dänemark und Südschweden beheimatet. Alle Gefäße dieser Kultur - neben Bechern Vorratsgefäße mit und ohne Ösen, Amphoren, Flaschen und flache Platten - besitzen einen geraden Boden. Verziert sind sie häufig mit feinen Einstichen, Strichmustern und Schnurabdrücken.

 
Die Gefäße (siehe drittes Beispiel) der Glockenbecher-Kultur (2500 - 2200 v. Chr.) - eine der weiträumigsten Kulturen, die den größten Teil Europas von Portugal bis Ungarn bzw. von Italien bis England bedeckte - wirken dagegen wie umgedrehte Glocken. Die Farbe der üblicherweise horizontal verzierten Gefäße ist meist gelbrot.
Die oberitalienische Kultur Vasi a bocca quadrata (4500 - 3500 v. Chr.) wiederum hat ihren Namen von den quadratischen Öffnungen ihrer Gefäße erhalten.
Dagegen besitzen die Gefäße der sogenannten Kugelamphoren-Kultur - eine zwischen 3100 und 2700 v. Chr. in Osteuropa (Ostdeutschland und Polen) beheimatete Kultur - einen kugeligen Unterteil und einen röhrenförmigen Hals. Die Henkel waren notwendig, um ein solches Gefäß aufhängen zu können, da es wegen seines gewölbten Bodens nicht aufgestellt werden konnten.
 

Warum waren Tongefäße eigentlich so wichtig?


Seitdem die Menschen Tiere zähmten und ihre Äcker bestellten, wurden sie vom Zufallsglück der Jagd immer unabhängiger. Wenn es ihnen an Nahrung mangelte, konnten sie jederzeit Tiere ihrer Herden schlachten. Für die kalte Jahreszeit legten sie Vorräte an Körnerfrüchten an und verwahrten diese in Gruben und Erdhöhlen (Vorratswirtschaft). Auch ausgehöhlte Holzstücke und grob geflochtene Weidenkörbe verwendeten sie dazu. Damit die Körner nicht durchfielen, bestrichen sie diese Behälter mit nassem Lehm, der bald trocknete. Eines Tages mag es geschehen sein, dass einer dieser Körbe zu nahe beim Feuer stand. Das Holzfläche verbrannte, die Lehmschicht aber wurde hart und fest.   

Diese Erfahrung machte sich der Mensch zunutze. Er formte aus feuchtem Lehm verschiedene Gefäße, ließ sie trocknen und brannte sie dann im Feuer.

Jetzt gab es Schüsseln und Töpfe, in denen man auch Wasser oder Milch aufbewahren konnte. Bald benützten die Frauen diese Gefäße, um Wurzeln oder Gemüse zu kochen.

Sehr früh fanden die Menschen Freude daran, die Erzeugnisse ihrer Töpferkunst zu schmücken. Sie drückten verschiedene Muster in den weichen Lehm oder bemalten die Gefäße mitunter sogar mit Erdfarben. 

Neben Ackerbau und Viehzucht ist die Töpferei eines der wesentlichen Merkmale der Jungsteinzeit. Keramik ist der erste vom Menschen künstlich hergestellte Werkstoff, bei dem Erzeugnisse aus Ton und Lehm bei hohen Temperaturen gebrannt werden.

Tongefäße ermöglichten es den Menschen ihre Nahrungsmittel besser zu kochen und länger aufzubewahren. Beim Kochen wurde der Topf entweder ins Feuer gestellt oder darüber gehängt. Mitunter gab man aber auch einfach heiße Steine in das Tongefäß, um die Speisen auf diese Weise zu erwärmen.
Bereits in der Steinzeit gab es die unterschiedlichsten Gefäße - von Schalen, Schüsseln und Töpfen über Amphoren, Krügen, Kannen und Flaschen bis hin zu Bechern und Tassen in den verschiedensten Formen und Größen ist alles zu finden.

 
Man findet Flaschen mit dünnen Hälsen oder - auf Grund der Verdickung am Flaschenhals so bezeichnete - "Kragenflaschen", Becher und Kannen mit und ohne Henkel, Amphoren mit Ösen usw. Die Ösen an den Außenseiten von manchen größeren Gefäßen dienten vermutlich dazu, diese an Schnüren aufzuhängen, um den Inhalt besser vor Mäusen u.ä. zu schützen.

 

 
Keramik wurde aber nicht nur für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen eingesetzt. Eine wichtige Verwendung fand dieses Material auch bei kultischen Gegenständen - menschliche und tierische Figuren aus Ton gab es, wie anfänglich erwähnt, schon seit längerer Zeit.
Dazu kommen nun auch Gefäße, die auf Grund ihrer seltsamen Formen vermutlich für kultische bzw. religiöse Zwecke verwendet wurden. So fand man u.a. sogenannte Drei-Tüllen-Gefäße, d.h. Gefäße mit drei Öffnungen, sowie Schalen, die Menschen und Tieren nachgestaltet waren.

Je nach der Beschaffenheit des ihnen zur Verfügung stehenden Rohmaterials haben die die Töpferei betreibenden Stämme die verschiedensten Methoden zur Bearbeitung des von ihnen verwandten Tones oder Lehms erfunden. Die Erdmasse wird gereinigt und getrocknet, und Fremdkörper werden durch Durchsieben entfernt. Wenn der Lehm zu fett ist, wird er mit Bindematerialien, wie Sand, Kleie, Asche oder kleinen Holz- oder Grasstücken, gemischt. Das Zusetzen von Schwammstücken zur Töpfermasse ist eine besondere Erfindung der südamerikanischen Indianer. Sobald der „Teig" weich und formbar genug geworden ist, kann die Töpferarbeit selbst beginnen.

 

Steinzeitliche Töpfertechniken

Töpferwaren, insbesondere Gefäße zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln, wurden in der Steinzeit mittels verschiedener Techniken hergestellt. Dabei musste der steinzeitliche Keramiker lange Zeit auf eine Töpferscheibe verzichten, deren primitiver Vorläufer (Formplatte, Handdrehscheibe) erst um 4000 v. Chr. in Mesopotamien entwickelt wurde.

Die älteste Herstellungstechnik war vermutlich die sogenannte Aushöhl- oder Quetschtechnik, die sich allerdings nur für kleine Gefäße eignet.

Hier wird zunächst eine meist faustgroße Kugel aus Ton geformt. Anschließend presst man den Daumen in die Kugel und beginnt vorsichtig eine Schale zu formen, indem man durch gleichmäßiges Quetschen zwischen Daumen und Handinnenseite einen Hohlraum erzeugt.

                                                

Bei der Platten - oder Lappentechnik werden zunächst einzelne Tonklumpen mit dem Handballen flach gedrückt, bevor man sie mit einem Rundholz zu einer gleichmäßigen Dicke ausrollt. Während dieses Vorganges sollten die Platten mehrmals gewendet werden, damit sie nicht festkleben. Dann schneidet man die Platten auf die gewünschte Größe zu und lässt sie mehrere Stunden 'lederhart' antrocknen. In diesem Zustand ist der Ton noch feucht und eindrückbar, aber nur noch wenig biegsam.

Die einzelnen Teile des Gefäßes - Bodenplatte und Seitenwände - werden nun sorgsam zusammengefügt. Dazu werden die Verbindungsflächen mit einem spitzen Gegenstand aufgeraut und mit Tonbrei bestrichen.

 

Die dritte Methode - in der Jungsteinzeit vermutlich am weitesten verbreitet - ist die Wulsttechnik. Mit dieser Technik lassen Die Gefäße werden aus dünnen, mindestens fingerdicken, möglichst gleichmäßigen Tonsträngen hergestellt. Dazu wird aus einem Stück Ton eine grobe Wulst geformt. Diese wird auf auf einer ebenen Fläche in einer gleichmäßigen Bewegung von den Handflächen zu den Fingerspitzen unter leichtem Druck hin und her gerollt. Gleichzeitig führt man während dieser Rollbewegung die Hände von der Mitte der Tonwulst langsam nach außen - die Wulst wird immer länger und dünner. sich Gefäße in allen Größen, also auch übergroße Behälter, herstellen. Für den kreisrunden Gefäßboden wird dann entweder eine Tonkugel flachgedrückt oder eine Wulst spiralförmig zusammengelegt und glatt verstrichen.

Auf dem aufgerauten Rand dieser vorgeformten Bodenplatte werden die weiteren Tonwülste spiralförmig aufgelegt und vorsichtig angedrückt bzw. zusammengefügt, bis die gewünschte Form und Höhe des Gefäßes erreicht ist.

Die Fugen werden dann glatt verstrichen, indem man den Ton mit den Fingerspitzen von oben nach unten zieht oder mit einem flachen Stein bzw. Werkzeugen aus Holz und Knochen glättet.

Beim Füllen der Rillen sollte nicht mit Wasser gearbeitet werden, weil dieses beim Trocknen Hohlräume verursachen könnte, die das Gefäß beim Brennen bersten lassen.

Das sorgfältige Verbinden der einzelnen Wülste bzw. Wulstschichten ist bei dieser Technik entscheidend für die Stabilität des Gefäßes.


Vor dem Brennen kann man die Gefäße noch polieren und verzieren. Dazu lässt man es mindestens einen Tag lang an einem kühlen Ort trocknen, bis es einen lederharten Zustand erreicht.

Mit glatten Steinen oder einem harten Stück Holz werden die Gefäße dann poliert. Dadurch erhalten die Gefäßwände nicht nur eine glattere und schönere Außenseite, das Gefäß ist auch weniger wasserdurchlässig, da sich der Ton an der Außenseite durch das Polieren besser verdichtet.

Eine weitere Möglichkeit, die Wasserundurchlässigkeit zu erhöhen, besteht darin, die Außenseite noch mit einer zusätzlichen Schicht aus feinerem und damit dichterem Ton zu überziehen.

Die Keramiker der Jungsteinzeit waren auch schon in der Lage, ihre Produkte verschiedenfarbig zu gestalten.

Nachdem man erkannt hatte, dass Gefäße je nach Herkunft des Tons beim Brennen unterschiedliche Farben erhalten, wurden ganz bewusst verschiedenfarbige Schlicker hergestellt. Man rührt Tone aus den verschiedenen Vorkommen in Wasser auf, lässt sie sich für einige Zeit absetzen und schöpft dann den obersten Teil dieses schlammartigen Breis ab. Dieser wird nun so lange getrocknet, bis eine gut auftragbare Farbe - grauweiß, gelb, ziegelrot, braun oder schwarz - entsteht, die nun auf das Tongefäß gestrichen wird.

Die Verzierungen erzeugt man durch Ritzen und Gravieren. Wie bereits erwähnt, entwickelten die einzelnen Kulturen der Jungsteinzeit ihre eigenen Dekormöglichkeiten und Formensprachen. So ritzte man z.B. mit kammartigen Werkzeugen parallele Linien in den Ton, presste mit einem Stück Holz geflochtene Schnüre hinein oder drückte Löcher mit den Fingerspitzen ein usw.

Eingestochene Löcher bzw. geritzte Linien können zusätzlich mit sogenannten 'Inkrustationen' ausgelegt werden. Dabei handelt es sich um farbige verkrustete Einlagen, die entstehen, wenn man die Vertiefungen mit einem krustenbildenden - z.B. kalkhaltigen - Material ausfüllt. Auf diese Weise können zwei- oder mehrfarbige Gefäße geschaffen werden

Die Produkte der primitiven Töpferei werden in offenem Feuer gebrannt und oft mit Ritzornamenten oder gemalten Darstellungen verziert. Die Kenntnis der Glasur ist eine ebenfalls erst in den Hochkulturen gemachte Erfindung.

 

Die Wildkatze         Felis silvestris  

Nur noch selten ist die Wildkatze in freier Natur zu sehen.
Der Wildpark Eekholt beteiligt sich an Auswilderungsprojekten in Spessart und Bayerischem Wald in Zusammenarbeit mit dem BUND. Sie ist nicht die Wildform unserer Hauskatze, die von der afrikanischen Falbkatze abstammt. Wildkatzen leben einzelgängerisch in Mischwäldern auf felsigem Untergrund.

 

Länge:                        55 bis 80 cm

Gewicht:                     3 bis 8 kg

Lebensalter:              12 bis 16 Jahre

Nahrung:                    Kleinnager, Junghasen und -kaninchen, Vögel,
Eidechsen, Amphibien, gelegentlich Fische

Fortpflanzung:

Tragzeit:                     65 bis 70 Tage (Paarung: Feb./März)

Geburt:                       2 bis 5 Junge von 80 - 135 g in Apr./Mai
Entwöhnung mit 3 Monaten

Geschlechtsreife:            1,5 bis 2 Jahre

 

 

Die Vorfahren der Katze: Die Hauskatze, Felis catus, stammt mit ziemlicher Sicherheit von der Wildkatze, Felis silvestris catus, ab, deren Vertreter in ganz Europa, in Afrika und im südlichen Asien auch heute noch leben. In diesem weit gesteckten geographischen Gebiet entstanden durch die Anpassung an die jeweiligen Umwelt- und Klimabedingungen zahlreiche verschiedene Rassen bzw. Unterarten der Wildkatze. Die afrikanische Wildkatze Felis silvestris libyca ist der ursprüngliche Vorfahr der Hauskatze. Dieses Tier ist nur wenig größer als unsere Katze und lebt in seiner Heimat immer noch in enger Nachbarschaft mit Menschen. Als sich die domestizierte Form verbreitete, kam es wahrscheinlich in verschiedenen Gebieten zu Kreuzungen mit heimischen Wildkatzenrassen, die in unterschiedlichem Maße an der Entstehung der modernen Hauskatze beteiligt waren. Die europäische Tigerkatze vereint in ihrem Fellmuster die Charakteristika der europäischen und der afrikanischen Wildkatze. Und das gefleckte Fell einiger Hauskatzen in Indien verrät die Abstammung von asiatischen Subspezies.

 

Die Domestizierung der Katze: Katzen wurden viel später domestiziert als Hunde. Erst als die Ackerbaukultur entstand und im fruchtbaren Nahen Osten zu einer blühenden Kultur führte. Häuser, Scheunen und Kornspeicher bildeten eine neue Nische im zur Verfügung stehenden Lebensraum. Sie wurden rasch von der bevorzugten Beute kleiner Wildkatzen, also von Mäusen und anderen Kleinsäugern genutzt. Die Katze hatte Nahrung im Übermaß. Dafür half sie die lästigen Nager unter Kontrolle zu halten. Schon in dieser Zeit hat sich also ein gegenseitiger Nutzen ergeben. Wie Wölfe wurden die gelehrigeren Exemplare dieser Wildkatzen allmählich in die menschliche Gesellschaft integriert. Auf diese Weise bildete sich eine Population halb zahmer Katzen.
Die Zähmung der Katze wird weitgehend den Ägyptern zugeschrieben, die wohl vor etwa 4000 Jahren damit begonnen haben. Sie erkannten den Wert der Katzen als natürliche Feinde von Ungeziefer wie Nagetieren, Schlangen und anderen giftigen Reptilien wahrscheinlich als Erste. Katzen hatten in ihrer Kultur große religiöse Bedeutung und wurden als Personifizierung der Gottheit Bastet und damit als religiöses Kultobjekt angesehen. Daher wurde für Katzen in menschlicher Obhut sehr gut gesorgt, und viele von ihnen wurden als Kultobjekte wie Heimtiere gehalten. Da sie unter göttlichem Schutz standen, konnte man für die Tötung einer Katze im alten Ägypten zum Tode verurteilt werden. Die Ägypter beschränkten die Ausbreitung der Katzen in andere Länder, indem sie den Export verboten. Mit der Zeit wurden diese ägyptischen Katzen jedoch auch in andere Länder gebracht. So gelangte die Katze mit den Seefahrern schließlich in alle kolonisierten Gebiete und überquerte im 17. Jahrhundert den Atlantik nach Nordamerika. Dort setzten sie die ersten Siedler auch gegen Rattenplagen ein. Da die Katzen in aller Welt mit sehr unterschiedlichen Umweltbedingungen konfrontiert wurden, konnten geographisch voneinander getrennte Populationen bestimmte Merkmale entwickeln, die sich von denen anderer Katzen unterschieden. Die modernen Katzenrassen entstanden jedoch durch selektive Zucht – die erst in den letzten 150 Jahren populär geworden ist.

Die Geschichte der Katze 

Die Problematik der Haustierwerdung der Katze und der Beurteilung des Domestikationsgrades der Hauskatze ist nicht klar abzugrenzen, wie bei anderen Haustieren.

So wurden z.B. 8000 v. Chr. Katzen in Jericho gehalten. Diese wurden aber wahrscheinlich nicht direkt domestiziert. Der Beginn der Domestikation kann man erst vor 6000 Jahren ansetzten. Damals wurden in Ägypten Hauskatzen gehalten. Die ältesten Darstellungen aus dem Niltal kennt man schon aus der Jungsteinzeit (4000 v. Chr.) Ein Grabgemälde aus Sakkarah (nach 2750 v. Chr.) zeigt die Katze bereits mit einem Halsband.

1580-1350 v. Chr. sind Jagdszenen aus dem Neuen Reich bekannt, welche Katzen beim Heranholen von im Wasser erlegtem wild zeigen. die Katze genoss nicht nur als Nager-, sondern vor allem als Schlangenvertilgerin göttliche Ehren. Auf ihre Tötung stand die Todesstrafe. In Bubastis fand man Hunderte von Katzenmumien.

Nach 600 v. Chr. ist die Katze in China erwähnt.

Erst nach 500 v. Chr. gelangte sie nach Griechenland nach 400 v. Chr. nach Süditalien. Doch erst um 100 v. Chr. begann sie im alten Rom die bis dahin als Ratten und Mäusevertilger gehaltene Frettchen zu verdrängen. Bis in das 10. Jahrhundert n. Chr. waren Katzen diesseits der Alpen sehr selten und galten als kostbarer Besitz. Nach Mittel- und Nordeuropa brachten die heimkehrenden Kreuzfahrer in großem Maße Katzen mit, die im späten Mittelalter das Wiesel als bisherigen Hauptmäusevertilger auf den Bauernhöfen ersetzten.

Neben unserer allgemeinen Dorf- und Stadtkatze, die durch Mutationen eine Vielfalt sich immer weiter differenzierender Färbungsvarianten entstehen ließ, wurden auch vom Menschen gezielte Zuchten auf bestimmte Eigenschaften und Erscheinungsformen durchgeführt. Zuerst kreuzte man früher Hauskatzen mit anderen Wildkatzenvertretern der silvestris- und ornata-Gruppe. Die eigentliche Rassezucht jedoch, der wir eine Unzahl von sehr unterschiedlichen Rasse zu verdanken haben, begann erst vor weniger als 100 Jahren. Daher unterscheiden sich unsere Edelkatzen nicht wesentlich von den normalen Hauskatzen.

Auf der Website http://www.ragdolls.ch/katzenverhalten.htm

findet Ihr weitere Informationen und Verhaltensweisen der Katze:

 

Wollfäden herstellen

1.Schafschur

2.Vlies nach Faserlänge sortieren

3.Wolle waschen

4.Wasserbad,umWollfett zu erhalten

5.einweichen lassen

6.den Schmutz abstreichen

7. mit Wasser durchspülen bis die Wolle klar ist

8.trocknen lassen

9.von Kletten und Ungeziefer befreien

10.kämmen

11.Die Fäden können nun versponnen werden

 

 

Der Gewichtswebstuhl

 

Denkt man 5000 Jahre zurück so sieht man in Gedanken die Menschen in Felle gehüllt. Doch Gewebeabdrücke an Tongefäßen von Rietzmark, Kreis Roßlau an der Elbe haben den Nachweis erbracht, das man damals schon das Weben und Flechten verstanden hat. In der nordischen Bronzezeit wurden die Toten in Baumsärgen bestattet. Dies und die besonderen Bodenverhältnisse haben die Textilien soweit erhalten, das sich Rückschlüsse auf die damaligen Trachten belegen lassen. Um 1000 vor unserer Zeitrechnung hörten die Baumbestattungen auf und machten der Feuerbestattung Platz. Damit sind die Überreste an Kleidung weitgehend verlorengegangen. Doch Funde aus Mooren lassen auch hier Rückschlüsse zu. Fundorte in Jütland, Schleswig- Holstein, Nordseeraum und die Holländischen Niederungen belegen die verschiedensten Bindungen. Ab der Eisenzeit ist durch den Thorsberger Prachtmantel von Thorsberg belegt das es zu diesem Zeitpunkt schon den Gewichtswebstuhl gegeben haben muß. Da dieser Mantel an den Kanten Brettchengewebe enthält, die gleichzeitig mit dem Tuch gewebt wurde, kommt nur ein senkrecht stehender Webstuhl in Frage. Im Durchschnitt weisen die Originalgewebe der Eisenzeit eine überraschende Gleichmäßigkeit der Fäden auf. Ebenso ist die Feinheit der Fäden beeindruckend. Bei Bronzezeitlichen Geweben wurden im Durchschnitt auf zwei cm Gewebe zehn Fäden gezählt, in der Eisenzeit schon zwanzig Fäden auf zwei cm. Die Wolle dazu wurde auf Handspindeln gesponnen.  

Beschreibung des Gewichtswebstuhls

Ein Gewichtswebstuhl besteht aus zwei Pfosten die eine Aufnahme für den sogenannten Tuchbaum haben. Am Tuchbaum sind Löcher eingelassen damit die Kettfäden befestigt werden können. Ebenso eine Kurbel um den Tuchbaum zu drehen, damit das Tuch aufgewickelt werden kann. In den Pfosten sind Löcher für die Aufnahme der Litzenstäbe und unten zwischen den Pfosten ein Trennstab für die Bildung eines natürlichen Faches. Was dann noch benötigt wird sind Litzenstäbe und Ton- oder Steingewichte um der Webkette gleichmäßige Spannung zu geben. Zum Weben an sich wären dann noch das Webschiff zum Eintrag des Schusses und das Webschwert zum Anschlagen des Schusses an das Gewebe notwendig.